DIE PFARRSCHULE

Uraufführung, 17. Januar 2016
Vorstellungen, 18. bis 31. Januar 2016


Pfarrer Bálint Walter
Köchin Iris Maria Stromberger
Viktor Pipo Fuhs
Mario Giamo Röwekamp
Engel Juliane Gruner
   
Text Dominik Barta
Konzept Aram Haus
Kunst Philip Müller
Bühne C
Kostüm Anna Kreinecker
Licht Lukas Kaltenbäck
Dramaturgie Reinhard Eisendle
Produktion Johannes Gruner
   










Der Sommer hat sich über das ganze Land gelegt,
um die Erde auszutrocknen. In einem kleinen
Bergdorf versucht Maria der Dürre zu entkommen.
Ein charismatischer Pfarrer hat sie als
Haushaltshilfe in der Pfarrschule aufgenommen.
Als ihr adoleszenter Verwandter Viktor ebenfalls in
der Pfarrschule eintrifft um seine Schulbildung
nachzuholen, werden verschiedenste Gefühle
wach: Jugendlicher Ungestüm trifft auf den
Wunsch nach einem lauteren Leben. Die Sehnsucht
nach Geborgenheit mischt sich mit erotischen
Träumen und über allem steht die ernsthafte
Frage, ob man sich vom Leben etwas wünschen
darf?
Denn zweifellos liegt ein Zauber über dem
abgeschiedenen Dorf und seinen einsamen
Bewohnern, der ihr Verlangen potenziert und ihre
Einbildungskraft anspornt. So nimmt auch das
Unheil seinen Lauf...


„Trigonometrie – ein Teil der Mathematik, ein Teil der Geometrie. Trigonometrie, die Lehre von den Dreiecken kann in der Ebene und in der Sphäre betrieben werden. Sphärische Trigonometrie will der Pfarrer dem Zigeunerbuben Viktor erklären, damit er etwas erreicht im Leben, damit er mehr erreicht als nur eine Pfarrersköchin zu werden. Eine Frau zu werden, was kann es Schlimmeres geben, eine unerfüllte Frau, zum Co-Zölibat verdammt und noch schlimmer, unerreichbar, gemäß jener verkehrten Wertevorstellung im Pfarrhaus, die das Schöne ganz unten und das Hässliche ganz oben reiht.“
Irene Suchy, Ö1

„Für die Sehnsüchte, das innigliche Wünschen und das Herbeisehnen eines Wunders hält Haus immer wieder erheiternde Ausformungen bereit...die einfühlsame Personenregie veranschaulicht die beklemmenden zwischenmenschlichen Spannungen besonders intensiv und authentisch. Erwähnenswert ist vor allem die packende Schlussszene, in der Maria, nichtsahnend von dem Kuss...in den Urlaub abreist und den völlig überforderten Jungen mit dem nicht minder im Zwiespalt befindlichen Priester zurücklässt...“
Andreas Prieling, EUROPEAN CULTURAL NEWS

„...im Erlöschen der Scheinwerfer beginnt eine tragische, schwere Stille, wo der Mensch, reduziert auf seine Sehnsüchte, das Menschsein verliert und Gott keine Wunder tut.“
Pater Ferdinand Karer

„Die Krönung des Stückes "Die Pfarrschule", die beschäftigte doch alle Zuschauys des bei der Premiere vollgerammelten Brick-5, unter anderem auch mich, den peniblen Kartenabreißer, ganz tief hinten im tiefsten Winkel erstens am Ort des Geschehens und zweitens in der Seele.“
Hermes Phettberg, FALTER